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16. Januar 2012 | Ernährung

Vorsicht (Light-)Falle

Viele Lebensmittelhersteller haben gemerkt, dass ihre Kunden immer bewusster essen und sich sehr genau über die Zusammensetzung und die Herkunft des Inhalts ihrer Einkaufswagen informieren. Durch geschickte Werbung, appetitlich aussehende Packungen, besondere Informationen und Angaben und viele andere Maßnahmen wird der Umsatz gesteigert. So werden zum Beispiel in den letzten Jahren immer mehr „Light“- bzw. „Leicht“-Produkte auf dem Markt gebracht. Doch was verbirgt sich wirklich hinter dieser Bezeichnung?

Vorsicht (Light-)Falle

Der Zusatz auf der Packung vermittelt den Eindruck, dass der Inhalt kalorienarm ist. Das ist so nicht richtig. “Light” kann für viele Dinge stehen, wie zum Beispiel zuckerreduziert, fettreduziert, koffeinarm oder alkoholfrei. Zudem sind die Begriffe “leicht” und “light” gesetzlich nicht geschützt. Es gilt also einige Dinge zu beachten.

Fett- und Kalorienangaben auf der Packung beachten

Der Begriff “light” ist eine beliebte zusätzliche Bezeichnung für viele Genuss- und Lebensmittel und weist auf einen reduzierten Gehalt von Substanzen hin, die als ungesund angesehen werden. Darunter fallen vor allem Bestandteile wie Zucker, Nikotin, Fett, Ethanol usw. Bei Lebensmitteln mit dieser Aufschrift sollte daher immer auf die genauen Fett- und Kalorienangaben auf der Packung geachtet werden. So muss ein zuckerreduziertes Light-Produkt nicht zwangsläufig auch fettarm sein. Ebenfalls ist ein Milchprodukt, das mit Stickstoff aufgeschlagen wurde, zwar lockerer in der Konsistenz und im Geschmack, ist aber nicht unbedingt kalorienarm. Im Endeffekt enthält der Becher weniger von dem Produkt und kostet oftmals sogar mehr Geld. Wissenschaftler haben zudem festgestellt, dass das Sättigungsgefühl bei fetthaltigeren Nahrungsmitteln schneller eintritt. Aus diesem Grund werden in der Regel mehr fettreduzierte als “normale” Produkte verzehrt, um satt zu werden. Den Verbrauchern wird zudem das Gefühl vermittelt, dass sie ruhigen Gewissens viele Light-Produkte verzehren dürfen.

“Kalorienreduziert” heißt nicht “kalorienarm”

Light-Produkte sind meistens Varianten von insgesamt nicht empfehlenswerten Lebensmitteln. So enthält beispielsweise die Light-Mayonnaise sehr viel Fett und Kalorien. Die kalorienreduzierte Form, die “nur” die Hälfte des Fetts des regulären Produkts enthält, schlägt mit fast 500 Kalorien pro 100 Gramm zu Buche. Genauso verhält es sich mit der so genannten Light-Salami. Eine vernünftige Alternative wäre hier eine von Natur aus fettarme Geflügelwurst.
Eine gesetzliche Bestimmung des Begriffs “Light-Produkte” gibt es nicht. Darunter können somit fettarme, kalorienreduzierte, zuckerfreie, koffeinarme Produkte sowie Getränke ohne Kohlensäure verstanden werden. Lediglich die Inhaltsstoffe bestimmter Produkte und Produktgruppen ist genauer festgelegt.
Ein Beispiel sind die Milchprodukte. So darf etwa ein Light-Käse höchstens 32,5 Prozent Fett enthalten, ein Light-Joghurt maximal 1,8 Prozent. Lebensmittel mit der Zusatzbezeichnung “fettreduziert” müssen mindestens 40 Prozent weniger Fett enthalten als vergleichbare reguläre Produkte. Ähnlich ist es mit der Zusatzbezeichnung “kalorienreduziert”. Der Kaloriengehalt von kalorienreduzierten Lebensmitteln muss mindestens 40 Prozent niedriger sein als bei üblichen Lebensmitteln. Produkte mit der Bezeichnung “kalorienarm” dürfen höchstens 50 Kilokalorien pro 0,1 Kilogramm des Produktes enthalten. Falls es sich dabei um Suppen oder Getränke handelt, sind höchstens 20 Kilokalorien pro 0,1 Kilogramm erlaubt.

Gesunde und vollwertige Mischkost vs. Light-Produkte

Die “leichten” Versionen sind nicht in jedem Fall abzulehnen. Ab und zu macht es durchaus Sinn, auf diese Lebensmittel zurückzugreifen. So kann ein leidenschaftlicher Kaffeetrinker viele Kalorien sparen, wenn er Süßstoff statt Zucker benutzt. Auch bei Softdrinks wie Cola Getränken ist die kalorienreduzierte Version zu empfehlen, da davon relativ große Mengen getrunken werden. Zuckerfreies Kaugummi schützt wiederum die Zähne.
Dennoch ist eine Ernährungsumstellung auf vollwertige Kost mit viel Obst und Gemüse und Vollkornprodukten ratsam und in jedem Fall dem Verzehr von kalorienreduzierten Lebensmitteln vorzuziehen. Bei einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung kann auf Light-Produkte getrost verzichtet werden. Nebenbei wird dabei auch noch Geld gespart. In der Regel sind die leichten Lebensmittel nämlich teurer. Wenn man zudem bedenkt, dass man bei einem Light-Produkt quasi für “Wasser” und “Luft” mehr Geld zahlt, ist die Empfehlung, auf Light-Produkte grundsätzlich zu verzichten, durchaus nachvollziehbar.

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